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ahavta - begegnungen sucht Mitglieder

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ahavta - begegnungen sucht Mitglieder
Von Ricklef Münnich • Ausgabe #112 • Im Browser ansehen
Schalom und eine frohe Osterwoche!
Am kommenden Sonntag erscheint bei ahavta+ die zehnte Folge der Übersetzungen der wichtigen Basistexte über jüdische Identität aus der Feder von Rabbiner Lord Jonathan Sacks s’‘l. Er nannte sie die „Zehn Wege zu Gott“. Wer sie gelesen hat, versteht, was Judesein heute bedeutet.
Dazu mache ich Dir ein besonderes Angebot: Wenn du bis dahin und spätestens bis 30. April Mitglied bei ahavta+ wirst, erhältst du alle zehn Texte der Wege zu Gott zusammengestellt in einer PDF- Datei.
ahavta+ ist das Abonnement meiner wöchentlich erscheinenden Mitgliederbriefe. Darin bekommst du Zugang zu exklusiven Beiträgen zum jüdisch-christlichen Verhältnis. So auch zu der Videothek des jüdischen Lebens unter dem Titel „Frag den Rabbi!“. Ebenfalls am Sonntag erscheint die 24. Folge mit der Frage an Landesrabbiner Alexander Nachama „Ist Hebräisch eine heilige Sprache?“
Das Abo gibt es für 10 Euro im Monat. Kündigen kannst du es jederzeit. Allerdings gab es seit Erscheinen der ersten Ausgabe am 2. Mai 2021 noch keine einzige Abbestellung.
Alles zur Bestellung findest du auf dieser Seite: getrevue.co/profile/ahavta/members
Herzlich
dein Ricklef
PS: Am Freitag ist der 7. Tag des Pessach-Festes. Er ist ein jüdischer Feiertag. Daher kann das „Wort zum Schabbat“ mit Yuval Lapide um 14 Uhr nicht live ausgestrahlt werden. Du findest es jedoch als Aufzeichnung vom Vortag wie gewohnt Freitag auf meinem YouTube-Kanal; diesmal bereits ab 14 Uhr.

Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem beim Freitagsgebet im Ramadan vor einem Jahr
Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem beim Freitagsgebet im Ramadan vor einem Jahr
Unruhen in al-Masdschid al-Aqsa
„Gepriesen sei der, der mit seinem Diener bei Nacht von der heiligen Kultstätte (in Mekka) nach der fernen Kultstätte, deren Umgebung wir gesegnet haben, reiste…“
So beginnt die 17. Sure des Koran. Die al-Aqsa-Moschee in Jerusalem wird als die „ferne Kultstätte“, al-Masdschid al-Aqsa, verstanden.
In diesen Tagen des Ramadan kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und israelischer Polizei auf dem Gelände des Tempelberges.
مقاطعة
"إنه ليس صراعًا إذا كان أحد الطرفان يملك سلاحًا والآخر يصلّي"

من وقفة سابقة في الولايات المتحدة تضامنًا مع الشعب الفلسطيني ورفضًا لاعتداءات الاحتلال عليه. https://t.co/rdZuJ7zXys
Diese Beschreibung des Konfliktes ist derzeit insoweit falsch, als vor allem junge Muslime in der Moschee nicht beten, sondern die Auseinandersetzung suchen. Einige verwenden Symbole und Banner der Hamas.
وكالة شهاب للأنباء
المرابطون داخل المصلى القبلي يرفعون لافتة تضامنية مع جنين https://t.co/nAYnoCpgEg
Die „betenden Gläubigen“ wurden von ihren Anführern mit dem erneuten Gerücht aufgestachelt, Juden wollten die heiligen Stätten des Islam, insbesondere die Al-Aqsa-Moschee „entweihen“. In der Folge spielte es keine Rolle, dass die Palästinenser selbst ihr eigenes Heiligtum entweihten.
Am Ostersonntag sprach ich mit Joram Oppenheimer in Herzliya über einige Hintergründe der Spannungen. Er erläutert, weshalb weshalb der Tempelberg immer wieder zum Kristallisationspunkt für politische wie religiöse Auseinandersetzungen wird.
Was ist los in Israel? Pessach, Ostern, Ramadan… und der Tempelberg, der alles verbindet
Was ist los in Israel? Pessach, Ostern, Ramadan… und der Tempelberg, der alles verbindet
Als Podcast kannst du unser Gespräch auch unterwegs hören – überall dort, wo es Podcasts gibt.
„Wer Steine nach Al-Aqsa trägt, sucht nicht das friedliche Gebet, sondern den bewaffneten Kampf“
Mit dieser Feststellung verurteilte der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V., Uwe Becker, die Ausschreitungen. Er sagte am Dienstag wörtlich:
Während Juden, Christen und Muslime in diesen Tagen friedlich in Jerusalem Pessach, das Osterfest und Ramadan feiern, versuchen erneut islamistische Extremisten genau diesen Frieden zu zerstören und zetteln wie in früheren Jahren Ausschreitungen auf dem Tempelberg an. Dass diese provozierten Kämpfe genau geplant sind, zeigen schon die Bilder sorgfältig deponierter Wurfgeschosse innerhalb der Al-Aqsa Moschee. Doch wer Steine nach Al-Aqsa trägt, sucht nicht das friedliche Gebet, sondern den bewaffneten Kampf. Wer eine heilige Stätte als Waffenlager missbraucht und damit entweiht, dem geht es nicht um den Glauben, sondern um den eigenen Hass. Und dies muss klar und deutlich verurteilt werden.
Wir müssen uns für den Frieden zwischen den Religionen, für Koexistenz und Miteinander einsetzen und umso konsequenter muss gegen jene vorgegangen werden, die die Religion nur als Vorwand zum Kampf gegen Israel missbrauchen. Der israelischen Polizei und ihrem umsichtigen Vorgehen ist es zu verdanken, dass die übergroße Mehrzahl der friedlichen Muslime ihrem Gebet auf dem Tempelberg nachkommen können, Jüdinnen und Juden an der Klagemauer ohne Bedrohung durch Steinewerfer ihre Gebete abhalten und Christen störungsfrei Ostern feiern können. Es braucht endlich ein konsequentes Vorgehen auch von muslimischer Seite vor Ort gegen die Minderheit der Gewalttäter und es braucht eine internationale Ächtung des blindwütigen Hasses, der von Terrorgruppen wie der Hamas in die Köpfe junger Palästinenser getragen wird und diese zu Gewalttaten wie am Tempelberg verführt.
Sonntag ist wieder Lerntag
Los geht es um 14 Uhr mit einem Studiennachmittag der Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog zur neuen Ausgabe der Lutherübersetzung des Neuen Testamentes mit Kommentaren jüdischer Gelehrter und mehr als 50 Aufsätzen, die den Zusammenhang zwischen dem Neuen Testament und seinem jüdischen Kontext aufhellen.
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens stellt die Veröffentlichung vor
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens stellt die Veröffentlichung vor
Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens wird anhand von einigen Beispielen das jüdische Verständnis neutestamentlicher Texte, insbesondere im Kontext der rabbinischen Literatur, verdeutlichen.
Eine umgehende Anmeldung per E-Mail zu diesem Studiennachmittag, der als digitales Zoom-Meeting veranstaltet wird, ist erforderlich.
Anschließend um 17 Uhr geht es dann wieder nach Jerusalem, zum Gespräch „unter dem Feigenbaum“ zwischen Johannes Gerloff, den Teilnehmern und mir. Dafür kannst du dich hier registrieren bzw. am Sonntag einwählen: ahavta.clickmeeting.com/sonntags-in-jerusalem
Osteuropa nach dem Holocaust – Vom Verschwinden der Shtetl
Die Westukraine ist Angriffsziel russischer Bomben. Eine ARD-Dokumentation erzählt vom einst jüdischen Leben in der Region. Sie zeigt die letzten noch existierenden Plätze einer ehemals reichen jüdischen Kultur, aber auch eines monströsen Verbrechens während des Zweiten Weltkrieges. Die Dreharbeiten für „Osteuropa nach dem Holocaust“ fanden im Spätsommer 2021 in der Ukraine statt. Einige der gezeigten Orte sind vielleicht jetzt schon verloren. Mit dem Krieg in der Ukraine wird es noch schwieriger werden, das reiche jüdische Erbe in Osteuropa zu bewahren.
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Ricklef Münnich

Mit „ahavta  - Begegnungen“ bringe ich dir als evangelischer Pfarrer die Lebenswirklichkeit Israels nahe. Online-Vorträge und Gespräche zeigen dir jüdisches Leben mit der Tora in Deutschland.

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